Spielwoche

22.9.2016 - 28.9.2016

Tunesien, Belgien, Frankreich 2016
88 min. FSK 0
Regie
Mohamed Ben Attia
Drehbuch
Mohamed Ben Attia
Darsteller
Rym Ben Messaoud
Sabah Bouzouita
Majd Mastoura
Verleih
Arsenal

Hedis Hochzeit

Auf der Berlinale ausgezeichnete Liebesgeschichte aus Tunesien. Hedi (Majd Mastoura, "Bidoun 2"), ist ein junger Mann, der sein Selbst in Tunesiens kultureller und ökonomischer Katerstimmung fünf Jahre nach Beginn des arabischen Frühlings, nicht recht finden will. Sein Leben ist in allen Bereichen fremdbestimmt: Seine Mutter weist dem 25-Jährigen Taschengeld zu und hat eine Frau für ihn ausgesucht, die er bald heiraten soll. Kurz vor seiner Hochzeit schickt sein Chef ihn auf eine Geschäftsreise und, wie immer, fügt sich Hedi. Doch was als Neukundenakquise geplant war, wird für Hedi zum lebensverändernden Erlebnis, als er die lebenslustige Rim (Rym Ben Messaoud, "Printemps tunisien") kennenlernt. Die freigeistige Animateurin und der sonst so kontrollierte Hedi beginnen eine leidenschaftliche Liebesaffäre, die die Welt des jungen Mannes so erschüttert, dass er beginnt sein bisheriges Los zu hinterfragen und ihm kaum die Wahl bleibt, endlich Verantwortung für seinen eigenen Weg zu übernehmen. Mohamed Ben Attia porträtiert in Gestalt dieser Liebesgeschichte, die einen Menschen zersetzt und neu zusammenfügt, eine ganze Generation von jungen Tunesiern, für die die erhoffte große Katharsis des arabischen Frühlings ausblieb, und die sich nun nach und nach auf einen Weg der persönlichen Emanzipation begeben muss, auf dem es keine Wegweiser gibt, und auf der sie nicht viel mehr als die eigene Hoffnung im Gepäck hat.
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DoFrSaSoMoDiMi
18:3018:3018:3018:3018:3018:3018:30
Deutschland 2016
92 min. FSK 12
Regie
Fatih Akin
Drehbuch
Fatih Akın, Lars Hubrich, Hark Bohm
Darsteller
Anand Batbileg
Tristan Göbel
Nicole Mercedes Müller
Verleih
StudioCanal

Tschick

Der vierzehnjährige Maik Klingenberg (Tristan Göbel, "Rico, Oskar und der Diebstahlstein") ist Außenseiter in der Schule und auch zu Hause ist nicht alles rosig. Seine Mutter muss wegen ihrer Alkoholsucht den Sommer über in eine Entzugsklinik, während der Vater sich mit seiner Assistentin auf "Geschäftsreise" begibt. Maik stünden ruhige aber auch langweilige Sommerferien bevor, wenn da nicht Tschick (Anand Batbileg) wäre. Tschick ist Russlanddeutscher und, wie Maik auch, nicht sonderlich beliebt in der Schule. Zusammen begeben sich die Beiden in einem geklauten Lada ohne Karte und Kompass auf eine abenteuerliche Tour durch die Walachai und treffen auf die unterschiedlichsten Menschen. Darunter auch Isa (Nicole Mercedes Müller, "Aus der Haut"), ein Mädchen, dass die neu gefundene Freiheit der beiden Jungs schon lange lebt und in die sich Maik prompt verliebt. Bei "Tschick" handelt es sich um die Verfilmung des gleichnamigen Jugend­romans von Wolfgang Herrndorf, der 2010 erschien. Die Geschichte um Maik und Tschick avancierte zum Bestseller, der sich über eine Million Mal verkaufte, in 24 Sprachen übersetzt wurde und mit Preisen ausgezeichnet wurde, darunter der Deutsche Jugendliteraturpreis 2011. Fatih Akin ("The Cut", "Gegen die Wand") löste David Wnendt ("Feuchtgebiete") als Regisseur der Verfilmung nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf ab.
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DoFrSaSoMoDiMi
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     21:00 
USA, Großbritannien 2016
120 min. FSK 0
Regie
Ron Howard
Drehbuch
Mark Monroe
Darsteller
George Harrison
Paul McCartney
John Lennon
Ringo Starr
Verleih
StudioCanal

The Beatles: Eight Days A Week

The Touring Years

With a little help from my friends. 1960 kamen in der englischen Stadt Liverpool vier junge Männer zusammen und formten eine Rockband - der Rest ist Geschichte: Fortan traten die Pilzköpfe John Lennon, Ringo Starr, George Harrison und Paul McCartney unter ihrem Bandnamen "The Beatles" auf. Mit ihrem neuartigen und eindringlichen Britrocksound sollten sie weltweit die Musikgeschichte prägen. Der Dokumentarfilm "The Beatles: Eight Days A Week - The Touring Years" begleitet die Formation auf ihrem Weg zum Ruhm, von den Anfängen im Hamburger Star Club Anfang der Sechziger Jahre bis zu ihrem letzten Gig im Candlestick Park in San Francisco 1966. Mit Hilfe sehr seltenen Bildmaterials entsteht ein Porträt von vier ganz verschiedenen Persönlichkeiten, die zusammen als Band funktionierten, ihre Entscheidungen trafen, Songs schrieben und dabei die außergewöhnliche Karriere der Beatles starteten. Mit exklusiven 30 Minuten Bonusmaterial, ist die Kinofassung dieser Dokumentation ein absolutes Muss für jeden Beatles Fan. Die Dokumentation wurde mit der Unterstützung der beiden letzten lebenden Bandmitglieder Paul McCartney und Ringo Starr sowie den Witwen von John Lennon und George Harrison, Yoko Ono und Olivia Harrison, gedreht.
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DoFrSaSoMoDiMi
   17:45
20:15   
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:::Nur für kurze Zeit:::
Deutschland 2016
162 min. FSK 12
Regie
Maren Ade
Drehbuch
Maren Ade
Darsteller
Michael Wittenborn
Peter Simonischek
Sandra Hüller
Verleih
NFP

Toni Erdmann

Mit Perücke und falschem Gebiss versucht ein Vater sich an seine emotional erkaltete Tochter heranzutasten. Maren Ades Erfolgsfilm, der Cannes diese Jahr im Sturm eroberte und doch keine Auszeichnung bekam. Der Musiklehrer Winfried (Peter Simonischek) besucht spontan seine Tochter Ines (Sandra Hüller), die gerade in Rumänien als Unternehmensberaterin lebt und arbeitet. Ines erfüllt ihre töchterlichen Verpflichtungen gegenüber ihrem Vater, aber mehr war bis jetzt niemals drin. Winfried ist zudem kein leichter Umgang, momentan ist er etwas traurig weil er seinen Hund verloren hat, und sonst ist er gern zu launigen, etwas altbackenen Scherzen und Streichen aufgelegt, mit denen er auch gerne mal sein Umfeld testet. In Bukarest angekommen, wird Winfried von Ines zu ihren Terminen und Empfängen mitgeschleift. Kein guter Start. Und es kommt noch schlimmer, denn Winfried kann sich weder seine Witze verkneifen, noch die Kritik an Ines Lebensstil. Er verabschiedet sich von seiner Tochter, aber der Abschied ist keinesfalls endgültig, denn Winfried kehrt zurück, als Toni Erdmann. Mit grässlicher Wuselperücke und falschem Gebiss, bricht Toni Erdmann über Ines Leben herein und hält sich vor Niemandem zurück. Anfangs schockiert und sprachlos, beginnt sich Ines allmählich auf das Experiment ihres Vaters einzulassen. Toni gelingt, was Winfried nicht schafft; Er findet einen Weg zu Ines. Mit Bestnoten startete „Toni Erdmann“ in den diesjährigen Wettbewerb von Cannes, die Aufführung ein riesiger Erfolg. Weltpresse und Publikum waren begeistert, warfen mit Superlativen um sich, dann der Schock bei der Preisverleihung; keine Auszeichnung für „Toni Erdmann“. Ein Skandal, zweifellos, denn man liest es überall: Dieser Film ist zum niederknien, eine Offenbarung! Maren Ade erzählt eine feinfühlige, witzige, intelligente und höchst eigensinnige Geschichte über den Kampf der Generationen als liebevoll ironische Herausforderung für beide Seiten. Wie in einem schüchtern startenden Pas de deux kreisen Vater und Tochter umeinander, befehden sich und lieben sich doch. Das ist schmerzhaft ehrlich und peinlich genial, vor allem aber herzzerreißend und aufrichtig.
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DoFrSaSoMoDiMi
 18:00   
20:15 20:1520:1520:15
Frankreich 2016
98 min. FSK 0
Regie
Laurent Tirard
Drehbuch
Laurent Tirard, Grégoire Vigneron
Darsteller
Jean Dujardin
Cédric Kahn
Virginie Efira
Verleih
Concorde

Mein ziemlich kleiner Freund

Wirklich witzige Romantikkomödie, die mit den Größenverhältnissen zwischen Mann und Frau aufräumt. Zugegeben, wenn man den großartigen Jean Dujardin als Alexandre („The Artist“) in seiner „kleinen“ Hauptrolle zum ersten Mal sieht, muss man sofort lachen, aber nichtsdestotrotz gewinnt er sehr schnell, verehrter Leser, ihr Herz, denn im Umgang mit seiner Filmpartnerin Virginie Efira („Familie zu vermieten“) alias Diane, ist er der Größte. Als die Top-Anwältin Diane ihr Handy verliert und vom Finder, dem Architekten Alexandre angerufen wird, lässt sie sich von ihm zu einem Abendessen überreden. Schon am nächsten Tag lernen sich die beiden kennen und obwohl Alexandre der perfekte Gentleman ist, ist (nicht) zu übersehen, dass er gerade einmal 1,40 Meter misst. In der High-Society ist dieser Stilbruch aber vielen ein Dorn im Auge, und so reagiert Dianes Umfeld ablehnend, denn auch im 21. Jahrhundert sollte der Mann größer sein als die Frau. Da unser Traumpaar aber längst unzertrennlich ist, geht es nur noch darum, den schwachsinnigen Vorurteilen aus dem Weg zu gehen und zu lieben, lieben und nochmals lieben! Filmisch ein echtes Traumpaar: Die Newcomerin aus der Schweiz Virginie Efira und das zukünftige französische Flaggschiff des Films Jean Dujardin schleimen nicht rum, sondern katapultieren sich direkt in jedes Herz. Also: Ab ins Kino!
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DoFrSaSoMoDiMi
13:15
Deutschland, Schweiz 2015
113 min. FSK 6
Regie
Cordula Kablitz-Post
Drehbuch
Cordula Kablitz-Post, Susanne Hertel
Darsteller
Nicole Heesters
Liv Lisa Fries
Katharina Lorenz
Verleih
Wild Bunch

Lou Andreas-Salomé

1861 in St. Petersburg geboren, begreift die junge Lou früh, dass sie als Ehefrau und Geliebte in der von Männern bestimmten Welt keine Chance hat, als Ebenbürtige zu bestehen. Der körperlichen Liebe erteilt sie fortan eine entschiedene Absage um als gleichwertig und selbstbestimmt akzeptiert zu werden. Gegen den Willen ihrer Mutter beschäftigt sie sich mit Philosophie, schreibt Gedichte und bewegt sich in den intellektuellen Kreisen. Auf ihrem Weg begegnet sie als wissenshungrige Studentin in Rom den Philosophen Paul Rée und Friedrich Nietzsche, die von dieser klugen und uneinnehmbaren Frau so fasziniert sind, dass sie ihr beide einen Heiratsantrag machen – ohne Erfolg. Doch als der junge, damals noch unbekannte Autor Rainer Maria Rilke auf der Bildfläche erscheint und die erfolgreiche Schriftstellerin mit Gedichten umwirbt, verliebt sie sich und wird seine Ratgeberin und Förderin. Zum ersten Mal lässt sie sich auf eine Affäre ein, auf die zahlreiche weitere Liebschaften folgen. Im Alter von 50 Jahren lernt sie Sigmund Freud kennen und entdeckt die Psychoanalyse für sich, beeinflusst ihrerseits aber auch den berühmten Analytiker in seinen Theorien. 1933, als sich die dunklen Wolken des Nationalsozialismus über Deutschland zusammenziehen, lebt Lou Andreas-Salomé in Göttingen. Zusammen mit dem jungen Germanisten Ernst Pfeiffer lässt sie ihr bewegtes Leben Revue passieren: Ihren Kampf um die Freiheit, ihre Errungenschaften in Philosophie, Literatur und Psychoanalyse und die späte Entdeckung der Liebe... (Verleih)
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DoFrSaSoMoDiMi
13:30
Deutschland 2016
98 min. FSK 6
Regie
Dominik Wessely
Drehbuch
Uta Kolano, Jens Becker
Darsteller
Julia Richter
Kai Lentrodt
Flora Li Thiemann
Verleih
Farbfilm

Nellys Abenteuer

Ein unfreiwilliger Familientrip wird zum großen Abenteuer in diesem ambitionierten Jugendfilm, der es sich zur Aufgabe macht, zwischen zwei ungleichen Welten zu vermitteln. Die 13 jährige Nelly (Flora Li Thiemann) ist wenig begeistert, als ihre Eltern (Julia Richter und Kai Lentrodt) sie in den Sommerurlaub nach Rumänien schleppen wollen, anstatt wie ihre Klassenkameraden irgendwo am Strand zu chillen. Als der unverhoffte Trip dann auch noch in der Pampa endet und Nelly erfahren muss, dass ihre Familie bald berufsbedingt in Rumänien leben soll, nimmt sie reiß aus. Wenig später findet sie sich in einem kleinen Roma-Dorf wieder, in dem die Menschen der sozialen Ungerechtigkeit mit Musik trotzen und den lokalen Baulöwen (Gustav Peter Wöhler) fürchten, der sie aus ihrer Heimat verjagen will. Während Nellys Eltern durch das Hinterland düsen, um ihre Tochter zu finden, zieht es diese und ihre neu gefundenen Freunde, in der transsylvanischen Einöde in ein großes Abenteuer. In sommerlichen Bildern bemüht sich "Nellys Abenteuer" mit viel Humor und naivem Charme um ein besseres Kulturverständnis. Durch die Augen eines Teenagers wird eine unfreiwillige Reise in ein fremdes Land voller Armut zu einer hoffnungsvollen neuen Welt voller Möglichkeiten.
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DoFrSaSoMoDiMi
16:0016:0016:0016:0016:0016:0016:00
Kamerun 2014
98 min.
Drehbuch & Regie
Françoise Ellong
Verleih

W.A.K.A.

A Woman Acts For Her Kid Adam

Douala, Kamerun: Als ihr Chef erfährt, dass Mathilde schwanger ist, verliert sie ihren Job als Kellnerin. Trotzdem entschließt sie sich, das Kind zu behalten. Doch nach der Geburt ist nicht einmal ihre Mutter bereit, sie zu unterstützen. Um zu überleben und ihrem Sohn Adam einmal ein besseres Leben zu ermöglichen, trifft Mathilde eine folgenschwere Entscheidung...
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DoFrSaSoMoDiMi
21:15

:::Afrika Filmfestival::: Der Eintritt ist frei! Zu Gast ist die Regisseurin Françoise Ellong
Frankreich 2014
80 min.
Verleih

LES GRACIEUSES

Ein Film über sechs Freundinnen, die sich seit frühester Kindheit kennen und aus dem Pariser Vorort, in dem sie aufwuchsen, nie ausgezogen sind. Ihre Familien zogen vor Jahrzehnten aus Nord- und Westafrika nach Frankreich, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Die Heimatländer ihrer Eltern kennen die jungen Frauen nur noch aus dem Urlaub. Trotz französischer Pässe haben sie aufgrund ihres Aussehens und ihrer Hautfarbe mit Ressentiments zu kämpfen. Aber sie lassen sich dadurch nicht einschüchtern. Die Frauen diskutieren engagiert über Religion und Politik, Beziehungen und Sexualität und sie tun dies stolz, unabhängig und immer mit einem Lächeln auf den Lippen.
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DoFrSaSoMoDiMi
20:15

:::Afrika Filmfestival::: Der Eintritt ist frei! Zu Gast ist die Regisseurin Fatima Sissani