Spielwoche

17. - 23. 8.

 
1. Spielwoche
USA, Spanien 2017
133 min.FSK 12
Regie
Terry George
Drehbuch
Robin Swicord
Darsteller
Oscar Isaac
Christian Bale
Charlotte Le Bon
Verleih
capelight

The Promise

Die Erinnerung bleibt

Der armenische Medizinstudent Mikael (Oscar Isaac, „A Most Violent Year“, Ex-Machina“) reist für sein Studium nach Konstantinopel. Er ist verlobt mit einer Frau seines Heimatdorfes, doch verliebt sich in die glamouröse Ana (Charlotte Le Bon, „Madame Mallory und der Duft von Curry“). Mikaels größtes Problem scheint der amerikanische Fotojournalist Chris (Christian Bale, „The Dark Knight“, „Auge um Auge – Out of the Furnace“), Anas Liebhaber, zu sein. Doch dann bricht der Erste Weltkrieg aus und die armenische Bevölkerung des Osmanischen Reichs scheint in größter Gefahr. Bis heute leugnet die türkische Regierung den Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkriegs. Ein Thema das dort, neben zahlreichen aktuellen Ereignisse, als Provokation und Beleidigung verstanden wird. Um so nobler und ambitionierter also dieses privat finanzierte Epos, welches sich als eines von wenigen (zuletzt Fatih Akins bewegendes Familiendrama „The Cut“) das strittige Thema aufbürdet, und mit großen Bildern, top Besetzung und viel Dramatik und Emotion versucht, ein nahezu vergessenes Kapitel dunkelster Kriegsgeschichte in Erinnerung zu rufen. Nicht durch brutal, schockierende Bilder von Gräuel, Vernichtung und Tod, sondern durch persönliche Schicksale, die bewegen, einnehmen und von hohem Mitgefühl, Anteilnahme, Verständnis und vor allem Achtung und Respekt für die Opfer dieser Geschehnisse zeugen.
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DoFrSaSoMoDiMi
20:3020:3020:30
1. Spielwoche
Frankreich, Kanada, Tschechische Rep. 2017
113 min.FSK 12
Regie
Christian Duguay
Drehbuch
Jonathan Allouche
Darsteller
Dorian LeClech
Batyste Fleurial
Patrick Bruel
Verleih
Weltkino

Ein Sack voll Murmeln

Brüder auf der Flucht. Für die jüdische Familie Joffo wird es während der Besetzung Frankreichs durch die Nazis zu gefährlich in Paris. Sie planen die Flucht nach Menton in Südfrankreich, das noch nicht von deutschen Truppen besetzt ist. Da eine gemeinsame Flucht im Familienverband zu gefährlich scheint, sollen sich der zehnjährige Joseph (Dorian Le Clech) und sein älterer Bruder Maurice (Batyste Fleurial) zunächst allein auf den Weg machen. Die Eltern planen später zu folgen. Auf die beiden Brüder wartet ein gefährliches Abenteuer, bei dem stets die Gefahr besteht als jüdische Flüchtlinge erkannt zu werden. Es ist trotz ihres Mutes und Einfallsreichtums nicht abzusehen, ob alle Familienmitglieder den Nazis entkommen und ihr Ziel unbeschadet erreichen können. „Ein Sack voll Murmeln“ erzählt von Vertreibung und Trennung aber auch von Freiheit und Hoffnung und der engen Bindung zweier Brüder in der schwersten Zeit ihres Lebens. In seinem 1973 erschienenen gleichnamigen autobiografischen Roman schilderte Autor Joseph Joffo seine Kindheit als verfolgter Jude im besetzten Frankreich des Zweiten Weltkriegs. Gut 40 Jahre später versucht sich nun Christian Duguay („Hitler – Der Aufstieg des Bösen“, „Sebastian und die Feuerretter“) mit Unterstützung des noch lebenden Zeitzeugen Joffo an dem Stoff und liefert mit seinem historischen Drama „Ein Sack voll Murmeln“ eine ebenso emotionale wie kindertaugliche KinoGeschichtsstunde mit einem rundum überzeugenden Duo junger Darsteller.
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DoFrSaSoMoDiMi
20:0020:00
4. Spielwoche
Großbritannien 2017
71 min.FSK 12
Regie
Sally Potter
Drehbuch
Sally Potter
Darsteller
Kristin Scott Thomas
Timothy Spall
Patricia Clarkson
Verleih
Weltkino

The Party

Politisch stehen die Zeiten auf Sturm, doch das ist kein Grund, den Humor zu verlieren – und so gerät eine intime Siegesfeier unter Freunden zum verbalen Fiasko eines exzellent aufspielenden Spitzenensembles. Die künftige Ministerin des Schattenkabinetts lädt die besten Freunde zur Siegesfeier ins traute Heim. Doch schon bald fliegen der illustren Gesellschaft kleine Geheimnisse und große Lebenslügen immer schneller um die Ohren. Es geht um Drillinge, um SMS mit Versen von Vergil und Catull, um das Gesundheitssystem, den Zustand des Feminismus, um Liebe, Eifersucht, Tod und Schallplatten und es bleibt nicht nur bei verbalen Auseinandersetzungen.In enorm kurzweiligen 71 Minuten lässt Regisseurin Sally Potter („Ginger & Rose“) ihr fantastisches Ensemble – u.a. Patricia Clarkson („Learning to Drive“), Bruno Ganz („In Zeiten des abnehmenden Lichts“), Kristen Scott Thomas („Der englische Patient“) und Timothy Spall („Verleugnung“) – aufeinander los, bis die Fetzen fliegen und kein Auge beim Publikum trocken bleibt. Polanskis „Gott des Gemetzels“ lässt grüßen. Die politische Komödie zählte zu den Publikumslieblingen bei der diesjährigen Berlinale und wurde in bester „Erdmann“ Manier von den Juroren völlig verkannt.
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DoFrSaSoMoDiMi
17:0017:0017:00
19:0019:0019:00
2. Spielwoche
Frankreich 2016
128 min.FSK 12
Regie
Lisa Azuelos
Drehbuch
Lisa Azuelos
Darsteller
Sveva Alviti
Riccardo Scamarcio
Jean-Paul Rouve
Verleih
NFP

Dalida

Der Film zeichnet ein intimes Portrait über die Chansonnière Dalida. Dalida wurde 1933 als Iolanda Cristina Gigliotti in Kairo geboren. Sie sang ihre Lieder auf französisch, spanisch, arabisch, hebräisch, deutsch und italienisch und begeisterte weltweit. Nun verfilmte die Regisseurin Lisa Azuelos („Der Vater meiner besten Freundin” – Drehbuch), die Tochter der Sängerin Marie Laforêt, Dalidas Leben. Sie wurde in den 50er Jahren als Sängerin berühmt, spielte aber auch in Filmen wie „Der sechste Tag“ von Youssef Chahines mit. Ihr Privatleben war unstetig. Sie ließ sich vom Maler Jean Sobieski (gespielt von Niels Schneider) scheiden und heiratet Lucien Morisse (Jean-Paul Rouve), den Leiter des neugegründeten Radiosenders Europe 1, der sie auch entdeckte. Es ist allerdings eher eine Hassliebe und so treten andere Männer wie der italienische Student Lucio (Brenno Placido) in ihr Leben. Ihr Bruder, der gleichzeitig ihr Produzent ist, versucht sie zu beschützen, vor allem vor sich selbst.
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DoFrSaSoMoDiMi
17:3017:3017:30
1. Spielwoche
USA 2014
119 min.FSK 12
Regie
Alejandro González Iñárritu
Drehbuch
Alejandro González Iñárritu, Nicolás Giacobone, Alexander Dinelaris, Armando Bo
Darsteller
Michael Keaton
Zach Galifianakis
Edward Norton
Verleih
Fox

Birdman

Oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit

In diesem "fieberhaft witzigen" Film (New York Times) von Alejandro González Iñárritu zeigt Michael Keaton "die beste Leistung seiner Karriere" (Rolling Stone). Er spielt den ehemaligen Filmstar Riggan Thomson, der alles riskiert und zur Rettung seiner Karriere eine Broadway-Show finanziert. Dabei muss er es mit Kollegen, Kritikern, seinem gestörten Alter Ego, seiner ihm fremd gewordenen Tochter (Emma Stone) und einer launischen Bühnendiva (Edward Norton) aufnehmen. Birdman ist ein "mitreißendes Meisterwerk" (Stern), das mit geistreichen Dialogen, unerwarteten Wendungen und einem Starensemble in Hochform (neben Michael Keaton u. a. Naomi Watts und Zach Galifianakis) besticht.
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DoFrSaSoMoDiMi
20:00*

*OmU (Original mit dt. Untertiteln)