Ab 14 Uhr haben wir natürlich wieder mit Filmüberraschungen für Euch geöffnet!

 

Silvester beginnt im Rex Filmtheater mit fünf Previews und einem absoluten Must-See Movie.

2019 rückt immer näher. Um euch schon mal auf das neue Film-Jahr einzustimmen, zeigen wir euch am Silvesterabend gleich fünf Previews und noch einmal Bohemian Rhapsody auf der ganz großen Leinwand.

Ab 1.11.2018
USA 2018
136 min.FSK 6
Regie
Bryan Singer
Drehbuch
Anthony McCarten
Darsteller
Lucy Boynton
Aaron McCusker
Rami Malek
Verleih
Fox Deutschland

Bohemian Rhapsody

This is our last dance – this is ourselves Farrokh Bulsara kam mit seinen Eltern 1964 nach London. Obwohl schon zu Schulzeiten sein musikalisches Talent entdeckt wurde, konnte noch niemand ahnen, dass der schmächtige Knabe mit den interessanten Zähnen mal einer der größten Sänger der Musikgeschichte werden sollte, der so heiß glühte und so tragisch verging. „Bohemian Rhapsody“ begleitet den später als Freddie Mercury (Rami Malek) bekannten in die Rockgeschichte eingehenden, leidenschaftlichen Lebemann auf seinem Weg. Von der Gründung und dem kometenhaften Aufstieg von Queen, über die Diskrepanzen zwischen dem egozentrischen Enfantterrible des Pop mit seinen Bandkollegen Bryan May (Gwilym Lee), Roger Taylor (Ben Hardy) und John Deacon (Joseph Mazzello), die dazu führten, dass der Jahrhundertmusiker eine Solo-Karriere anstrebte. Zunehmende persönliche Isolation, ausbleibender Erfolg und Mercurys schmerzhafte HIV- Diagnose zeichneten den ebenso sensiblen wie größenwahnsinnigen Mann. Ihm wurde klar, dass er seine Wahlfamilie musikalisch wie persönlich brauchte, und nach der turbulenten Reise sollten sie mit dem bombastischen Auftritt beim „Live Aid“ einen der unvergesslichsten Auftritte der Rock-Geschichte hinlegen. Brian Singer („Die üblichen Verdächtigen“, „X-Men“) setzt Rami Malek („Mr. Robot“) als einen Mann in Szene, der durch ein überragendes Talent und eine unzügelbare Lebenslust getrieben wird. Auf der Bühne ein übermenschliches Genie, im privaten innerlich zerrissen, und bis zum Ende groß. Fulminantes Tribut an ein unvergessliches Phänomen!
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Filmbeginn: 14:40 Uhr
Ab 10.1.2019
USA 2018
98 min.FSK 12
Drehbuch & Regie
Peter Hedges
Darsteller
Lucas Hedges
Julia Roberts
Kathryn Newton
Verleih
Tobias Film

Ben Is Back

Als der verlorene Sohn heimkehrt, muss Julia Roberts lernen, dass eine Familienzusammenkunft auch Angst einflößend sein kann. Über zwei Monate war Ben (Lucas Hedges) auf Entzug. Am Weihnachtsmorgen steht er unvermittelt vor der Tür. Holly (Julia Roberts), seine Mutter, ist überglücklich. Einen Tag kann Ben im Kreise der Familie verweilen, bevor er wieder in die Reha soll. Währenddessen darf er der Mutter nicht von der Seite weichen. Doch Bens plötzliches Auftauchen ist rätselhaft, seine Läuterung fragwürdig und bevor der Tag vorbei ist, müssen Mutter und Sohn offene Angelegenheiten klären. Und dann ist Ben verschwunden und seine Mutter muss ihn suchen. Dieser Film ist allen Eltern gewidmet, die sich je um ihre Kinder sorgten. Allen Kindern, die ihrer Familie Kummer brachten und allen Familien, die von Süchten angegriffen wurden. Im Mittelpunkt steht der überlebensgroße Empathie-Generator Julia Roberts in ihrer vielleicht wichtigsten Rolle seit „Erin Brockovich“ (2000). Als toughe Mama macht sie Frances McDormand in „Three Billboards outside Ebbing Missouri“ den Rang streitig. Doch ihr Kampf um das Leben ihres Sohnes ist alles andere als abgehoben. Er ist aufrichtig, schmerzhaft und unermüdlich. Shooting Star Lucas Hedges („Manchester by the Sea“) als der offensichtliche Kern allen Übels hat es da schon schwerer dem Publikum Sympathien abzuringen. Sein Portrait eines Suchtbefallenen ist deshalb umso glaubhafter und tragischer. Das wendungsreiche Kleinstadt-Familiendrama ist eine nervenaufreibende Tour de Force mit ungewissem Ausgang. Stark gespielt und nachhaltig wirkend.
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Filmbeginn: 14:45 Uhr
Ab 24.1.2019
Großbritannien, Irland, USA 2018
120 min.FSK 12
Regie
Yórgos Lánthimos
Drehbuch
Deborah Dean Davis, Tony McNamara
Darsteller
Emma Stone
Rachel Weisz
Olivia Colman
Verleih
FOX

The Favourite

Intrigen und Irrsinn

Der Maestro der surrealen Verschiebung inszeniert ein faszinierendes Dreigespann des weiblichen Powerplays. Im frühen 18. Jh. liegt England im Krieg mit Frankreich, doch am königlichen Hof vergnügt man sich mit Entenrennen und Ananas. Die gebrechliche und wankelmütige Regentin Queen Anne (Olivia Colman) hat die meisten ihrer Regierungsgeschäfte an ihre enge Freundin und Beraterin Lady Sarah (Rachel Weisz) abgegeben. Als Sarah immer mehr von den politischen Aufgaben in Anspruch genommen wird, sieht das neue Dienstmädchen Abigail (Emma Stone) ihre Chance in der aristokratischen Hierarchie aufzusteigen, und die will sie nutzen, komme was wolle… Lanthimos ist berüchtigt dafür, zynisch menschliche Fehlbarkeit, ethische Dilemmata und den kränkelnden Geist der Moderne in groteske Dystopien fortzudenken. Seine letzten Stücke „The Lobster“ und „The killing of a sacred deer“ versetzen basale Themen wie Faschismus, Schuld und Sühne in Welten, die neuzeitlich und doch aus Zeit und Raum gefallen sind, und gerade soweit in ihrer Realität variieren, dass uns ganz alltägliches plötzlich zutiefst deplatziert erscheint. Und so verwandelt der Grand Monsieur des verrückenden Phantasiespiels den historischen Stoff um Königin Anne und ihre ehrgeizige Hofschaft leichter Hand in eine erfrischend unberechenbare Farce, die das Ensemble aus schonungslos scharfzüngigen Powerfrauen elegant und impulsiv auf den Abgrund zutanzen lässt.
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Filmbeginn: 17:00 Uhr
Ab 17.1.2019
Großbritannien, USA 2018
125 min.FSK 12
Regie
Josie Rourke
Drehbuch
Beau Willimon, Alexandra Byrne
Darsteller
Saoirse Ronan
Margot Robbie
Gemma Chan
Verleih
Universal Pictures

Maria Stuart

Königin von Schottland

Blutiger Tanz um den Thron von England. Verheiratet mit 15, Königin von Frankreich mit 16, Witwe mit 18. Maria Stuart (Saoirse Ronan) lernt schon früh, sich stark und intelligent mit den Anforderungen an eine Königin zu arrangieren. Doch diese Macht hat ihren Preis. Religiöse Kräfte sind missgünstig, gegen Mary als Frau und als Katholikin, und auch innerhalb ihrer eigenen Gefolgschaft verbünden sich Gegner der ambitionierten jungen Frau. Als sie als berechtigte Nachfahrin auch den Thron von England beansprucht, schafft sie sich eine mächtige Gegnerin in der amtierenden Herrscherin und Marys Cousine Elizabeth I. (Margot Robbie). Im Schicksal verbunden, kämpfen beide mit allen Mitteln um die Krone, privates Glück, und ihre Stellung als Frau in einer von starken Männern dominierten Welt. Regisseurin Josie Rourke setzt die zwei beeindruckenden Frauen kraftvoll in Szene und zeichnet ein Bild zweier leidenschaftlicher Kämpferinnen, die unter erdrückender Pflicht und Erwartung an sie Entscheidungen treffen müssen, die das Geschick ganzer Nationen tragen. Vor diesem gewaltigen Hintergrund tauchen wir gleichzeitig ein in die verletzliche Psyche dieser bedeutenden Monarchinnen, die ganz persönlich umgehen müssen mit ihren Wünschen nach Liebe, Respekt und Verbundenheit, und auf welch unterschiedliche Weise sie diese Herausforderungen meistern, und doch beide mehr opfern, als sie zu geben haben.
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Filmbeginn: 17:15 Uhr
Ab 24.1.2019
USA 2018
121 min.FSK 12
Regie
Felix Van Groeningen
Drehbuch
Luke Davis, Felix Van Groeningen
Darsteller
Steve Carell
Timothée Chalamet
Maura Tierney
Verleih
NFP

Beautiful Boy

„Beautiful Boy“ erzählt die bewegende Geschichte einer Familie, die über Jahre hinweg gegen die Drogenabhängigkeit des ältesten Sohns Nic ankämpft. Davids Sohn Nic (Timothée Chalamet) ist drogenabhängig. Die Sucht hat sein Leben fast zerstört und Vater sowie Mutter versuchen alles Mögliche um ihrem Sohn zu helfen, leider wiederholt vergeblich. Nic will einen letzten Versuch starten... Der Film wechselt zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Wir kriegen dadurch einen Einblick in die Kindheit und Erziehung von Nic. Weil wie so oft in tragischen Situationen die Frage der Schuld im Raum steht, soll dies womöglich die Fragen beantworten können. Musik spielt in „Beautiful Boy“ eine große Rolle. Stücke von Musikern wie Mogwai, Sigur Rós, Nirvana oder Le Tigre begleiten Nic bei seinem Drogenrausch und im Alltag. Sie ordnen die Montage und erklären die Emotionen vieler Szenen. Der belgische Regisseur, der mit „The Broken Circle“ für den Oscar in der Kategorie Bester nicht-englischsprachiger Film nominiert war, drehte mit seinem Drama „Beautiful Boy“ erstmals einen Film in Hollywood. Als Vorlage für den Film dienten die Bücher „Beautiful Boy: A Father’s Journey Through His Son’s Addiction“ von David Sheff und „Tweak: Growing Up On Methamphetamines“ von Nic Sheff. „Beautiful Boy“ ist eine Suche nach Antworten. Ob es auch am Ende eine geben wird, sollten Sie selbst herausfinden.
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Filmbeginn: 19:30 Uhr
Ab 31.1.2019
USA 2018
130 min.FSK 12
Regie
Peter Farrelly
Drehbuch
Nick Vallelonga, Brain Hayes Currie, Peter Farrelly
Darsteller
Viggo Mortensen
Mahershala Ali
Linda Cardellini
Verleih
Entertainment One Germany

Green Book

Eine Besondere Freundschaft

Ein ungleiches Paar lernt auf der Straße der Anfeindung, dass Freundschaft alle Farben transzendiert. Viggo Mortensen hat schon so ziemlich alles auf der Leinwand verkörpert: den amischen Handwerker, russischen Gangster, Tolkiens Waldläufer, Sigmund Freud, Captain Fantastic und nun zählt auch der italo-amerikanische Proll zu seinem Repertoire. Kaum vorzustellen, hält man sich den feingeistigen, Kunst und Philosophie liebenden, dänisch-amerikanischen Schauspieler vor Augen und sein lautes, wild gestikulierendes Portrait eines ungebildeten Türstehers mit Herz würde wohl kaum ohne das sanft-autoritäre Pendant von Mahershala Ali (Oscarpreisträger „Moonlight“) funktionieren. Die beiden Männer gründen eine Zweckgemeinschaft. Ali's „Dr. Don Shirley“ ist ein begnadeter klassischer Pianist und wird während einer Tournee von Mortensens „Anthony (Tony Lip) Vallelonga“ durch die rassenfeindlichen US-Südstaaten der 60er Jahre chauffiert. Die Bigotterie, der die beiden begegnen, reicht von höflicher Heimtücke bis hin zu blank fanatischem Hass. Tony bekommt ein bisschen Anstand und Bildung mit auf den Weg und lernt Vorurteile abzulegen. Seine Offenheit und Güte bricht wiederum durch Dons schwer zu durchdringenden Schild der Etikette und des Intellekts, hinter dem sich ein zweifelnder, einsamer Mann verbirgt. Es sind vor allem die Darsteller, die dem einfachen aber charmanten Freundschaftsdrama zu Hochglanz verhelfen. Auch die vortreffliche Linda Cardellini sei hier kurz erwähnt. In einer Welt, die mit jedem Tag hässlicher erscheint, wirkt dieses aufrichtige Plädoyer für menschliches Miteinander, wie ein Schluck warmer Tee an einem kalten Wintermorgen.
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Filmbeginn: 20:00 Uhr